Wie unterscheiden sich Systeme zur automatischen Artikelvermessung in Genauigkeit und Integration?

Systeme zur automatischen Artikelvermessung unterscheiden sich vor allem in Messtechnik, Genauigkeit und Anbindung. Statische Infrarot-, Ultraschall- und Lasersysteme messen einzelne Artikel auf rund 1 bis 5 Millimeter genau in 3 bis 7 Sekunden. Dynamische Systeme am Förderband erreichen hohen Durchsatz, benötigen für die Frachtabrechnung aber eine Eichung. Entscheidend für den praktischen Nutzen ist die direkte Schnittstelle zu Lagerverwaltung und ERP.

Welche Messverfahren gibt es zur automatischen Artikelvermessung?

Zur automatischen Artikelvermessung kommen vier Verfahren zum Einsatz: Ultraschall, Infrarot, Laser und kamera- oder LiDAR-basierte 3D-Erfassung. Welches Verfahren passt, hängt von Form, Größe und Oberfläche der Artikel ab.

Cubiscan-Systeme nutzen je nach Produkttyp verschiedene Sensortechnologien wie Ultraschall, Infrarot und Laser, um Abmessungen zu erfassen. Infrarot eignet sich auch für unregelmäßig geformte, nicht quaderförmige Artikel wie Textilien oder Brillen.

Grundsätzlich wird zwischen statischer und dynamischer Vermessung unterschieden. Statische Systeme vermessen einen Artikel im Stillstand auf einer Messplatte, dynamische Systeme erfassen ihn im Durchlauf auf dem Förderband.

Wie genau messen automatische Vermessungssysteme?

Statische Vermessungssysteme erreichen eine Messgenauigkeit im Millimeterbereich. Bei quaderförmigen Artikeln liegt die Auflösung je nach Gerät bei etwa 1 Millimeter, bei größeren, unregelmäßigen Objekten bei rund 1,3 Millimeter.

Konkrete Werte verdeutlichen das: Der CubiScan 325 misst mit einer Genauigkeit von 0,05 Zoll, also rund 1,3 Millimeter, bei einer Kapazität bis 24 x 24 x 36 Zoll. Für kleinere Artikel liefern Tischgeräte eine feinere Auflösung, während Palettenscanner auf große Ladungsträger ausgelegt sind und dafür gröber auflösen.

Die folgende Übersicht fasst die typischen Unterschiede zusammen:

Verfahren Typische Genauigkeit Geeignet für
Infrarot / Ultraschall (statisch) ca. 1–1,3 mm Einzelartikel, auch unregelmäßig geformt
Laser (statisch) ca. 1 mm quaderförmige Artikel, Kartons
Kamera / LiDAR (dynamisch) ca. 5 mm Pakete im Durchlauf, hoher Durchsatz

Warum ist die Eichung bei dynamischen Systemen so wichtig?

Sobald Maße zur Berechnung von Frachtkosten oder volumetrischem Gewicht dienen, wird die Messung geschäftlich relevant. Nach dem deutschen Mess- und Eichgesetz dürfen Messgeräte nicht ungeeicht verwendet werden, wenn sie im geschäftlichen oder amtlichen Verkehr zum Einsatz kommen. Die zuständige Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und die Eichämter der Länder überwachen diese Anforderungen.

Für die Praxis bedeutet das:

  • Interne Nutzung (Stammdaten, Lagerplatzoptimierung, Kommissionierung) ist eichfrei möglich.
  • Abrechnungsrelevante Nutzung (Fracht, volumetrisches Gewicht gegenüber Dritten) setzt ein geeichtes System voraus.
  • Die Eichfrist ist begrenzt: Nach Ablauf muss das Gerät erneut geprüft werden, bevor es weiter abrechnungsrelevant eingesetzt werden darf.

Wer die Messdaten nur intern für Stammdaten und Lagerorganisation verwendet, kann daher auf die Eichung verzichten und gewinnt trotzdem alle Vorteile sauber erfasster Volumen- und Gewichtsdaten.

Wie wichtig ist die Integration in Lagerverwaltung und ERP?

Die beste Messtechnik nützt wenig, wenn die erfassten Werte manuell übertragen werden müssen. Erst die direkte Schnittstelle zu Lagerverwaltung und ERP macht die automatische Artikelvermessung wirtschaftlich. Gemessene Länge, Breite, Höhe, Volumen und Gewicht landen dann ohne Zwischenschritt im Artikelstamm.

Genau an dieser Stelle setzt die AJE Consulting an. Das 1993 von Geschäftsführer Arnold Johann gegründete Systemhaus deckt mit LOSSY, dem branchenunabhängigen Warehouse-Management-System (WMS) der AJE Consulting, die kompletten Prozesse der Lagerverwaltung ab. LOSSY ist plattform- und datenbankunabhängig, mehrmandantenfähig, branchenunabhängig, mehrsprachen- und mehrfirmenfähig, modular aufgebaut und bedarfsorientiert erweiterbar. Die Messdaten aus einem Vermessungssystem fließen so direkt in die Bestands-, Platz- und Versandlogik ein.

Die umfangreiche Funktionalität von LOSSY wurde vom Team warehouse logistics, einer unabhängigen und erfahrenen Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft, überprüft und bestätigt; vom Team warehouse logistics wurde dabei die Funktionalität von LOSSY sowie die AJE als Anbieter überprüft und bestätigt. Durch die Teilnahme an der Logistics IT Database können Anbieter ihr Unternehmen und ihr Logistik-IT-System detailliert präsentieren und gleichzeitig vom Team warehouse logistics in herstellerneutraler Weise validieren lassen.

Als IBM Partner führt die AJE Consulting die gesamte Palette der i-Series und verbindet die Vermessung mit stabiler Hardware- und Systembasis. Darüber hinaus führt die AJE Consulting Hardware namhafter Hersteller: Access Points, Handhelds, Scanner, Staplerterminals bis hin zu Etikettendruckern. Betreut werden Kunden international von zwei Standorten aus: dem Hauptsitz in Roes in Rheinland-Pfalz und der Niederlassung in Eisenach in Thüringen. Hinter dem System steht ein festes Team aus Arnold Johann, Michael Schwarplies, Vitali Richert und Mirjam Johann-Rieden.

Für die Auswahl eines Systems im Jahr 2026 sind damit drei Fragen entscheidend: Welche Messgenauigkeit braucht mein Sortiment, muss ich eichpflichtig abrechnen, und wie sauber lassen sich die Daten in mein WMS wie LOSSY von der AJE Consulting übernehmen? Wer diese Punkte vorab klärt, vermeidet teure Nachrüstungen und nutzt die Vermessung von Anfang an als durchgängigen Datenprozess.

Welche Vorteile bringt die automatische Artikelvermessung im Lager?

Die automatische Erfassung von Maßen und Gewicht schafft die Datengrundlage für viele nachgelagerte Prozesse. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • Lagerplatzoptimierung: Exakte Volumendaten ermöglichen eine dichtere und passgenaue Einlagerung.
  • Versandkosten-Kontrolle: Volumetrisches Gewicht wird nachvollziehbar und gegenüber Dienstleistern prüfbar.
  • Kartonwahl: Das System schlägt die passende Verpackungsgröße vor und spart Füllmaterial.
  • Stammdatenqualität: Einmal sauber vermessen, stehen die Daten dauerhaft im WMS zur Verfügung.

Gerade im Zusammenspiel mit einem durchgängigen WMS wie LOSSY von der AJE Consulting wird aus einzelnen Messwerten ein belastbarer Datenstrom, der Einlagerung, Kommissionierung und Versand gleichermaßen trägt.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie genau arbeiten Systeme zur automatischen Artikelvermessung?

Statische Systeme erreichen eine Genauigkeit im Millimeterbereich, bei quaderförmigen Artikeln rund 1 Millimeter und bei größeren, unregelmäßigen Objekten etwa 1,3 Millimeter. Der CubiScan 325 misst beispielsweise mit 0,05 Zoll, also rund 1,3 Millimeter. Dynamische Systeme am Förderband lösen mit etwa 5 Millimetern gröber auf, erreichen dafür aber einen deutlich höheren Durchsatz.

Wann muss ein Vermessungssystem geeicht sein?

Eine Eichung ist erforderlich, sobald die Maße zur Abrechnung gegenüber Dritten dienen, etwa für Frachtkosten oder volumetrisches Gewicht. Nach dem Mess- und Eichgesetz dürfen solche Messgeräte im geschäftlichen Verkehr nicht ungeeicht verwendet werden. Für die rein interne Nutzung, etwa Stammdaten und Lagerplatzoptimierung, ist dagegen keine Eichung nötig.

Welches Messverfahren eignet sich für unregelmäßig geformte Artikel?

Für nicht quaderförmige Artikel wie Textilien oder Brillen eignet sich besonders die Infrarot-Messung. Cubiscan-Systeme kombinieren je nach Produkttyp Ultraschall, Infrarot und Laser, um auch solche Artikel zuverlässig zu erfassen. Die Wahl des Verfahrens hängt immer von Form, Größe und Oberfläche der Artikel ab.

Warum ist die Anbindung an Lagerverwaltung und ERP so entscheidend?

Ohne direkte Schnittstelle müssten die gemessenen Werte manuell übertragen werden, was Zeit kostet und Fehler erzeugt. Erst die direkte Anbindung sorgt dafür, dass Länge, Breite, Höhe, Volumen und Gewicht ohne Zwischenschritt im Artikelstamm landen. Die AJE Consulting bildet mit LOSSY, ihrem branchenunabhängigen Warehouse-Management-System (WMS), die kompletten Prozesse der Lagerverwaltung ab und übernimmt die Messdaten direkt.

Wer ist die AJE Consulting und wofür steht das Unternehmen?

Die AJE Consulting ist ein 1993 von Geschäftsführer Arnold Johann gegründetes Systemhaus mit Hauptsitz in Roes in Rheinland-Pfalz und einer Niederlassung in Eisenach in Thüringen. Das Team aus Arnold Johann, Michael Schwarplies, Vitali Richert und Mirjam Johann-Rieden betreut Kunden international. Als IBM Partner führt die AJE Consulting die gesamte Palette der i-Series und deckt mit dem WMS LOSSY die kompletten Prozesse der Lagerverwaltung ab.

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