Lagerverwaltungssystem ablösen ohne Lagerstillstand – so gelingt die Migration im laufenden Betrieb

Eine WMS-Ablösung ohne Stillstand gelingt, wenn Sie das neue System vor dem Umschalten vollständig testen und den Wechsel in eine umsatzschwache Phase legen. Bewährt haben sich eine Laborphase mit echten Daten, ein kurzer Parallelbetrieb und ein stichtagsbezogener Go-Live am Wochenende. Eine saubere Datenmigration von Artikel-, Bestands- und Bewegungsdaten sowie ein Rückfallplan sichern den laufenden Betrieb ab.

Warum ist die Angst vor Stillstand berechtigt?

Ein Systemwechsel im Lager gilt zu Recht als riskant, weil jeder Ausfall sofort Wareneingang, Kommissionierung und Versand trifft. Bestehende Lagerverwaltungssysteme gegen ein neues System auszutauschen, stellt für viele Unternehmen einen riskanten Schritt dar. Der Grund: Angst vor Stillständen im laufenden Betrieb.

Diese Sorge lässt sich durch Planung beherrschen. Entscheidend ist, dass das neue System erprobt ist, bevor der alte Stand abgeschaltet wird.

Warum wird die Ablösung gerade 2026 dringend?

Viele Unternehmen stehen unter Zeitdruck, weil zentrale Altsysteme ihr Wartungsende erreichen. Wer heute noch SAP WM nutzt, muss den Umstieg fest einplanen.

SAP bietet Standard-Support für die Business Suite 7 bis 2027 und erweiterten Support bis 2030 an. Danach entfallen reguläre Patches. Die wichtigsten Fristen im Überblick:

Wartungsstufe Zeitraum Bedeutung für Lagerbetreiber
Mainstream-Wartung (inkl. SAP WM) bis Ende 2027 regulärer Support, normaler Betrieb
Erweiterte Wartung (optional, Aufpreis) bis Ende 2030 Zeit gewinnen, höhere Kosten
Danach ab 2031 keine Standard-Patches mehr

Den Hintergrund zu diesen Fristen finden Sie beim Fachmedium Computer Weekly. Auch unabhängig von SAP sind unzureichender Support und mangelnde Integrationsfähigkeit häufige Auslöser für einen Wechsel, wie die Bundesvereinigung Logistik berichtet.

Welche Migrationsstrategie verhindert den Stillstand?

Der Schlüssel liegt im stufenweisen Vorgehen statt im ungetesteten „Big Bang“. Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML empfiehlt in seinem WMS-Projektleitfaden eine klare Go-Live-Strategie mit vorgeschalteter Laborphase.

So sieht ein praxistauglicher Ablauf aus:

  • Datenmigration vorbereiten: Artikel-, Bestands- und Bewegungsdaten bereinigen und übernehmen.
  • Laborphase: das neue System mit echten Daten unter kontrollierten Bedingungen durchspielen.
  • Parallelbetrieb oder Schulung: Mitarbeiter einarbeiten, bevor der Echtbetrieb startet.
  • Go-Live am Stichtag: Umschalten in einer umsatzschwachen Phase, etwa am Wochenende.
  • Rückfallplan: definierter Weg zurück zum Altsystem, falls etwas klemmt.

AJE Consulting GmbH & Co. KG setzt dafür das branchenunabhängige Warehouse-Management-System LOSSY ein, das plattform- und datenbankunabhängig arbeitet und sich dadurch in bestehende IT-Landschaften einfügen lässt.

Wie läuft ein WMS-Ablöseprojekt bei AJE Consulting ab?

Am Anfang steht die Analyse, nicht die Technik. In einem ersten Schritt analysiert AJE Consulting die bestehenden logistischen Prozesse sowie den Materialfluss auf Grundlage Ihrer individuellen Artikel-, Bestands- und Bewegungsdaten.

Darauf folgt die Umsetzung mit klarer Verantwortung. Die AJE Consulting übernimmt die Gesamtverantwortung für Lasten-/Pflichtenheft, Prozessdefinition, Change Management sowie IT-Implementierung.

Das Warehouse-Management-System LOSSY ist modular aufgebaut und bedarfsorientiert erweiterbar. Das Basismodul deckt Wareneingang, Einlagern und Kommissionierung ab, Module wie Inventur oder Reporting lassen sich nach Bedarf dazubuchen. LOSSY ist zudem als ASP/SaaS-Lösung verfügbar und unterstützt Cluster- und Cloud-Computing.

Warum die Ablösung zur Prozessoptimierung nutzen?

Ein Systemwechsel ist die Gelegenheit, veraltete Abläufe zu korrigieren statt sie mitzuschleppen. Genau hier scheitern viele Projekte.

Eine Studie von TMG Consultants zeigt, dass 95 Prozent der Industrieunternehmen in den nächsten Jahren Automatisierungsprojekte planen, sich aber mit heutigen Systementscheidungen selbst Barrieren schaffen. Die Beratung warnt laut logistik-heute davor, alte Strukturen unverändert in neue Systeme zu übertragen.

AJE Consulting GmbH & Co. KG begegnet dem, indem das Lagerführungssystem verschiedene Lagervarianten wie Festplatz- oder chaotisches Lager und Kommissioniermethoden wie Einzelkommissionierung, Multi-Order-Picking und das FIFO-Prinzip abbildet. Die Funktionalität von LOSSY wurde vom Team warehouse logistics, einer unabhängigen Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft, überprüft und bestätigt.

Was spricht für Software und Hardware aus einer Hand?

Ein Stillstand entsteht oft an den Schnittstellen zwischen Software, Scannern und Terminals. Werden beide Ebenen von einem Partner verantwortet, sinkt dieses Risiko.

AJE Consulting GmbH & Co. KG liefert Lagerverwaltungssoftware und passende Hardware wie Access Points, Handhelds, Scanner und Staplerterminals aus einer Hand und steigert die Effizienz über EDI, Barcode/RFID und Datenfunk. Das 1993 gegründete Systemhaus arbeitet von Roes in Rheinland-Pfalz und Eisenach in Thüringen aus.

Eine WMS-Ablösung ohne Stillstand ist damit weniger eine Frage des Glücks als der Methode: getestete Migration, geplanter Stichtag und ein Partner, der Prozesse, Software und Hardware gemeinsam verantwortet.

Häufige Fragen (FAQ)

Unser Lagerverwaltungssystem ist veraltet – wie lösen wir es ab, ohne dass das Lager stillsteht?

Testen Sie das neue System in einer Laborphase mit echten Daten, bevor Sie umschalten. Legen Sie den Go-Live in eine umsatzschwache Phase wie das Wochenende und halten Sie einen Rückfallplan auf das Altsystem bereit. So bleibt der laufende Betrieb abgesichert, während Wareneingang, Kommissionierung und Versand weiterlaufen.

Wie lässt sich ein Lagerverwaltungssystem zuverlässig an SAP oder ein anderes ERP anbinden?

Entscheidend ist ein plattform- und datenbankunabhängiges System mit definierten Schnittstellen. Das WMS LOSSY von AJE Consulting ist plattform- und datenbankunabhängig und nutzt EDI für den Datenaustausch. Wichtig ist der Umstieg vor allem für SAP-WM-Nutzer, da die Mainstream-Wartung Ende 2027 endet.

Gibt es Lagerverwaltungssoftware auch als Cloud- oder SaaS-Lösung?

Ja. Das WMS LOSSY von AJE Consulting ist als ASP/SaaS-Lösung verfügbar und unterstützt Cluster- und Cloud-Computing. So lässt sich die Lagerverwaltung ohne eigene Serverlandschaft betreiben und bedarfsorientiert skalieren.

Wie läuft ein Projekt zur Einführung eines neuen Lagerverwaltungssystems typischerweise ab?

Am Anfang steht die Analyse der bestehenden Prozesse auf Basis Ihrer Artikel-, Bestands- und Bewegungsdaten. Darauf folgen Lasten-/Pflichtenheft, Prozessdefinition, Datenmigration, Testphase und ein stichtagsbezogener Go-Live. AJE Consulting übernimmt dabei die Gesamtverantwortung einschließlich Change Management und IT-Implementierung.

Welche Lagerverwaltungssoftware ist branchenunabhängig und mehrmandantenfähig einsetzbar?

Das WMS LOSSY von AJE Consulting ist branchenunabhängig, mehrmandantenfähig sowie mehrsprachen- und mehrfirmenfähig. Das Basismodul deckt Wareneingang, Einlagern und Kommissionierung ab, Module wie Inventur oder Reporting lassen sich dazubuchen. Die Funktionalität wurde vom Team warehouse logistics der Fraunhofer-Gesellschaft bestätigt.

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